Entwicklung der Lingnerstadt

Baracken-Architektur gegen modernen Wohnungsbau

Die sogenannte Lingnerstadt, das Areal des ehemaligen Robotron-Geländes in der Dresdner Innenstadt, könnte bald Wirklichkeit werden. Ein moderner Stadtteil mit viel Grün in bester Lage. Viele neue, dringend benötigte Wohnungen für Dresden. Blockiert wird die Entwicklung in der Lingnerstadt von der linken Stadtratsmehrheit. Besonders die SED-Nachfolgepartei hängt an den bis jetzt noch nicht abgerissenen Gebäuden aus den 1960er Jahren und sieht in der Robotron-Kantine und den umstehenden Gebäuden herausragende und schützenswerte Baudenkmäler. Daher hat Rot-Grün-Rot einen Antrag beschlossen, der die Dresdner Verwaltung auffordert, einen möglichen Denkmalschutz dieser Gebäude zu prüfen.

Das Sächsisches Denkmalschutzgesetz definiert „von Menschen geschaffene Sachen […], deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen. städtebaulichen oder landschaftsgestaltenden Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt“, als Gegenstand des Denkmalschutzes. Theoretisch könnte man also so gut wie jedes Gebäude unter Denkmalschutz stellen.

Aus Sicht der Alternative für Deutschland können sich die Gebäude auf dem ehemaligen Robotron-Gelände nicht ansatzweise mit Bauwerken derselben Epoche, wie beispielsweise dem UNO-Hauptquartier, dem Sydney Opera House, dem Pirelli-Hochhaus in Mailand oder auch der Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes messen. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“ – tendiert die AfD-Fraktion eindeutig zum zweiten. Die Gebäude haben keinen künstlerischen und auch keinen ästhetischen Wert. Der Anblick tut manchem Betrachter sogar weh. Eine Strömung innerhalb der (Architektur-)Moderne ist der Brutalismus – scheinbar ein den ästhetischen Vorstellungen der Linken sehr nahe kommender Stil. Als optische Bereicherung für das Stadtbild kann man diese Gebäude aus Sicht der AfD-Fraktion jedenfalls nicht werten.

Wieder einmal zeigt sich, dass die selbsternannte Gestaltungsmehrheit keinem stimmigen Konzept folgt, sondern nur Relikte aus der DDR-Zeit mit allen Mitteln erhalten möchte. Die Entwicklung der Lingnerstadt zu einem attraktiven Wohnumfeld jedenfalls, wird so geradezu verhindert. Wer einerseits mit der WOBA eine neue Wohnungspolitik in Dresden einleiten will und andererseits jedes private Vorhaben zum Wohnungsbau behindert, betreibt eine falsche, schädliche und teure Politik zu Lasten der Dresdner Bürgerinnen und Bürger.

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