Steuerfinanzierte Gutmenschen auf Tournee

01.11.2016

Zum gescheiterten Versuch der Dresdner Sinfoniker, sich in die türkische Politik einzumischen.

„Kunst sollte mit Politik und Gesellschaft kritisch sein, vor allem aber auch mit sich selbst. Steuerfinanzierte Staatskunst, die einzig auf Provokation setzt, ist weder kritisch mit sich noch mit ihrer Umwelt, sondern einfach nur penetrant und peinlich“, sagt Jörg Urban, Mitglied des Sächsischen Landtages und der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Die Dresdner Sinfoniker thematisieren mit ihrem Stück „Aghet“ den Völkermord an den Armeniern vor einhundert Jahren im Osmanischen Reich.“

„Nichts spricht dagegen, einen Völkermord auch als solchen zu benennen oder zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung zu machen. Doch türkische Spitzenpolitiker in offiziöser Weise in das deutsche Generalkonsulat einzuladen, um Ihnen oberlehrerhaft die deutsche Geschichtsinterpretation unter die Nase zu reiben, wohl wissend, dass diese in der Türkei nicht mehrheitsfähig ist, das ist an Dümmlichkeit kaum zu überbieten" erklärt Jörg Urban.

„Staatlich finanzierte Musiker sind nicht mutig, sie riskieren nicht das Geringste. Den Dresdner Sinfonikern geht es einzig um Effekthascherei, um Publicity“, ergänzt Jörg Urban. „Ein Eklat, den das Auswärtige Amt durch die Absage des Konzertes unterbunden hat, hilft keinem: weder den Armeniern noch der historischen Auseinandersetzung der Türken mit ihrer Geschichte. Hier könnten richtige Künstler wirklich helfen, nicht jedoch musizierende Gutmenschen."

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