Dank PEGIDA? 16% der Bundesbürger empfinden Dresden sympathischer!

Eine Studie der „Brandmeyer Markenberatung“ will mit Suggestivfragen wie „Und wie ist es bei Ihnen persönlich, wie hat die Berichterstattung über die PEGIDA-Demonstrationen das Bild von Dresden bei Ihnen persönlich verändert?“ herausgefunden haben, dass 32% der Befragten aus dem restlichen Bundesgebiet glauben, dass PEGIDA das Bild Dresdens negativ verändert habe. Hingegen haben 16% der Befragten durch die Berichterstattung über PEGIDA ein positiveres Bild über Dresden erlangt. Die große Mehrheit (52%) empfand keinen Einfluss durch PEGIDA. Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Stadtrat Gordon Engler, kritisiert: „Leider liegt nur ein Attraktivitätsvergleich der ‚Marke Dresden‘ für die Jahre 2010 und 2015 vor, die in einigen Punkten eine leichte Verschlechterung der Attraktivität Dresdens feststellen lässt, sodass mögliche Schwankungen der gefühlten Attraktivität in den Jahren 2011 bis 2014 sich einer ausgewogenen Beurteilung verschließen. Daneben kann man aber der Studie auch entnehmen, dass in 2015 mehr Bundesbürger sich vorstellen konnten ihren Wohnsitz nach Dresden zu verlegen als noch im Jahr 2010. Im Vergleich hat die Stadt Dresden hierbei als Wohnort etwas mehr an Attraktivität gewonnen als sie im Rückgang des ‚guten Rufes‘ verlor.“

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig übertreibt mit seiner ‚Virus-Erkrankung‘ maßlos“ sagt Gordon Engler: „Dresden hat im letzten Jahr  (4,308 Mio in 2015) trotz leichter Einbußen gegenüber 2014 (-3 %) sein zweitbestes Ergebnis (Vgl. des vergangenen Jahrzehnts) an Übernachtungszahlen erzielt und stand damit unbeirrt besser als 2012 (4,037 Mio) und 2013 (4,127 Mio) da. Gerade durch das Wachstum an ausländischen Touristen (+6,1%) beweist Dresden seinen guten Ruf als weltoffene und gastfreundliche Stadt. Wenn ein PEGIDA-Effekt sich tatsächlich auf Dresden ausgewirkt hat, dann lag dies an der medialen Berichterstattung, die in der Bevölkerung des übrigen Bundesgebiets ein verqueres Bild über die Zustände in Dresden entstehen ließ. Wenn Bundesbürger in der Touristeninformation Dresden anfragen, ob Dresden noch sicher ist, oder sich beklagen, was für eine böse ‚Nazi-Stadt‘ die sächsische Landeshauptstadt sei, dann verdeutlicht dies möglicherweise mangelnde Medienkompetenz in Teilen der westdeutschen Bevölkerung“,  erklärt Gordon Engler, und behauptet: „Darüber hinaus kann Dresden auch auf Besucher verzichten, die aus politischer Oberlehrerhaftigkeit heraus – aufgrund  einer Demonstration – unsere Stadt zur vermeintlichen ‚Bestrafung‘ nicht mehr besuchen wollen.“

Quellen:

„Tourismusbilanz Dresden 2015 und Ausblick 2016“ http://mediaserver.dresden.de/tourismusbilanz_2015.html
Markenanalyse für Dresden http://mediaserver.dresden.de/markenanalyse_dd_2015.html

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