Neustädter Alte Feuerwache komplett zum Asylbewerberheim umbauen

01.09.2015

„Der Vorschlag des Grünen-Stadtrats Torsten Schultze, Flüchtlinge zusammen mit der grün-alternativen Kunst-Szene in der Alten Feuerwache in der Dresdner Neustadt unterzubringen, ist nicht nachvollziehbar. Die Linken, insbesondere die Grünen, rühmen sich ja allzu oft ihrer Uneigennützigkeit und Selbstlosigkeit beim Lösen der Probleme dieser Welt“, erklärt Gordon Engler. „Dieser Vorschlag ist halbherzig. Flüchtlinge brauchen eine Unterkunft, gegebenenfalls medizinische und psychologische Betreuung und natürlich Sprachkurse, aber keine alternative Kulturunterhaltung!“

„Die derzeitige Dresdner Flüchtlingssituation gestattet keine Experimente", sagt Gordon Engler, stellvertretender Vorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Wir von der AfD fordern daher, auf die Teilnutzung der Katharinenstr. 9 durch die Kultur- und Kreativwerkstatt zu verzichten und das Objekt komplett zum Asylbewerberheim umzubauen. An diesem Standort sind mit den hervorragenden sozialen und infrastrukturellen Voraussetzungen die besten Bedingungen zur schnellen Integration der Flüchtlinge gewährleistet.“

„Zudem wirft schon die ungewöhnliche Vergabekonstruktion unter Hinzuziehung des Erbbaurechts mehr Fragen als Antworten auf und dürfte vor dem Hintergrund der überwiegend gewinnorientierten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft so gar nicht anwendbar sein,“ fährt Stadtrat Gordon Engler fort. „Ernsthafte Zweifel dürfen spätestens auch bei der blauäugigen Herangehensweise hinsichtlich der Kostenschätzung von 200.000 € anzumelden sein, von dem Fehlen einer erbbaurechtlichen Wertsicherungsklausel einmal ganz abgesehen. Aus diesem Grund stellen wir in der kommenden Stadtratssitzung folgenden Ersetzungsantrag:“

  1. Der Beschluss zum Antrag A0843/14, SR/066/2014 wird aufgehoben.
  2. Der Oberbürgermeister wird beauftragt für das Grundstück Katharinenstraße 9, Teilfläche des Flurstückes Nr. 740/1 der GemarkungNeustadt mit ca.1.000 m², ein Konzept zur Nutzung als Übergangswohnheim für besondere Bedarfsgruppen zu erarbeiten und dem Stadtrat im Dezember 2015 zur Entscheidung vorzulegen.

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