Gedenkstein Nickern: Linke Mehrheit will grün-rote Umerziehung

03.11.2016

Gordon Engler, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, zum interfraktionellen Antrag zur Umgestaltung des Gedenkobelisken in Dresden-Nickern:

„Der rot-grün-rote Antrag es ist eine linke Luftnummer. Weder wird das in der Begründung des Antrags hervorgehobene Ziel – wider den Missbrauch des Denkmals durch Neo-Nazis – meines Erachtens erreicht werden können, noch ist eine Umgestaltung oder Ergänzung durch ein pädagogisches Schild mit dem Denkmalschutz vereinbar. Hierzu gab es keine klare Absage seitens des Amtsleiters für Kultur und Denkmalschutz, Herrn Wiemer, in der abschließenden Beratung im Kulturausschuss. Ich denke, dass Neo-Nazis zukünftig erst recht an einem 'umgestalteten' Denkmal für die Opfer des 13. Februar aufmarschieren werden. Auf diese Weise haben sie nämlich noch ein Thema mehr: die politisch motivierte Anpassung des Denkmals an den grün-roten Zeitgeist.

Da ich davon ausgehe, dass die rot-grün-rote Gestaltungsmehrheit durchaus weiß, was sie tut, glaube ich, dass es ihr tatsächlich weniger um Neo-Nazi-Aufmärsche als um Umerziehung geht: die Betonung, dass die Opfer der Dresdner Bombennächte quasi selbst schuld an ihrem Unglück waren, weil von Deutschland aus der Zweite Weltkrieg gestartet wurde – begonnen von einem nationalsozialistischen Regime, für dessen Bestand und Wirken die damaligen Dresdner Bürger von grün-roter Seite mitverantwortlich gemacht werden. Oder, um es mit Katrin Göring-Eckardt (Grüne) zu sagen: 'Dresden, das ist vor allem die Frauenkirche, die ist wieder aufgebaut worden, nachdem die Nazis sie zerstört haben.' Die AfD-Fraktion hat diesen interfraktionellen Umerziehungs-Antrag entschieden abgelehnt.“

Zurück