Wider den Rückschlägen im Tourismus: Regionale Wirtschaftsförderung stärken!

04.02.2016

Im vergangenen Jahr musste Dresden erhebliche Einbußen im Fremdenverkehr hinnehmen. Von den Russlandsanktionen, der Bettensteuer, über PEGIDA und der deutschlandweiten Berichterstattung über dieses Phänomen, bis hin zur Streichung der verkaufsoffenen Sonntage durch die Rot-Rot-Grüne-Stadtratsmehrheit, lassen sich mindestens vier wesentliche Gründe für diesen wirtschaftlichen und damit auch finanziellen Rückschlag ausfindig machen. „Fakt ist“, sagt Gordon Engler, AfD-Stadtrat und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, „unsere Landeshauptstadt Dresden ist hinsichtlich ihrer Einnahmen zu abhängig vom Tourismus. Leipzig und Chemnitz sind hier im Vergleich deutlich besser aufgestellt. Aus diesem Grund müssen mehr Investitionen und somit auch wieder Arbeitsplätze nach Dresden, aber auch in das Dresdner Umland geholt werden.

Gordon Engler weist darauf hin, „dass durch das initiierte Gemeinschaftsprojekt ‚Ab in die Wachstumsregion Dresden‘ – an dem sich nun auch die Landeshauptstadt Dresden beteiligt – ein Schritt in die richtige Richtung unternommen wurde. Allerdings ist das Engagement von Oberbürgermeister Hilbert und der linken Stadtratsmehrheit noch sehr ausbaufähig, um in einem zunehmend stärker werdenden Wettbewerb den Wirtschaftsstandort Dresden weiter zu stärken.

Am 25. Februar 2016 wird der Stadtrat über den AfD-Antrag, eine „INVEST REGION DRESDEN (Oberes Elbtal) GmbH“ (A0135/15) zur Stärkung der heimischen Wirtschaft zu gründen, entscheiden. „Mit der Einbeziehung möglichst aller Umlandregionen aus dem Speckgürtel Dresdens müssen weitere Schritte folgen und die Standortvorteile einer ‚INVEST REGION DRESDEN‘ bzw. ‚Wachstumsregion Dresden‘ auf nationalen und internationalen Märkten herausgearbeitet werden. Die gemeinsamen Interessen Dresdens und seiner Umlandregionen müssen in einer gemeinsamen Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft gebündelt werden und zu einem einheitlichen Auftreten nach außen führen, z.B. auch bei der Entwicklung der kommunalen Abgaben, Gebühren und Steuern in dieser Region“, betont Gordon Engler.

Das Projekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden“ wurde im Sommer 2014 durch die Umlandgemeinden Kamenz und Radeberg angestoßen, die Städte Pulsnitz, Großenhain, Großröhrsdorf und der Landkreis Bautzen schlossen sich ebenso dazu an wie die Industrie- und Handelskammer Dresden, die Handwerkskammer Dresden, die Agentur für Arbeit und zahlreiche Wirtschaftsunternehmen als Unterstützer. Seit Januar 2016 ist auch die Landeshauptstadt Dresden Teil dieses Projektes. Ziel von „Ab in die Wachstumsregion Dresden“ ist es insbesondere, abgewanderte Sachsen zur Rückkehr in die alte Heimat zu bewegen. „Der Antrag der AfD-Fraktion knüpft an dieser Idee an und vervollkommnet sie gleichsam“, führt Gordon Engler aus und stellt fest: „In der Vergangenheit unter der Regiede des damaligen Wirtschaftsbürgermeister Hilbert scheiterten Versuche mit den umliegenden Landkreisen eine derart groß angelegte Wirtschaftsförderungsgemeinschaft zu gründen. Wohl lag dies auch am Misstrauen der umliegenden Kommunen, dass am Ende insbesondere nur Dresden von einem solchen Projekt profitieren würde. Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum für den Großraum Dresden sind jedoch erstrebenswerte Ziele, von denen alle Beteiligen, wenn man es richtig anstellt, nur profitieren können.

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