Die Linke verabschiedet sich von der sozialen Gerechtigkeit

06.12.2016

In der Sitzung des Ortsbeirats Prohlis wurde in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement die jährliche IG-Förderung für Vereine besprochen. „Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber weit gefehlt: von einem Ortsbeirat der Linken wurde der Antrag gestellt, den kleinen Vereinen mit wenig Geldbedarf Gelder zu kürzen, um es dem Verein mit der größten Fördersumme oben drauf zu legen“, kritisiert Stadtrat Harald Gilke. Die Linken argumentierten, dass der Verein am wenigsten bekomme, gemessen an deren Antragssumme.

Das dieser Verein durch ein Sponsoring eine richtig hohe Summe erhält, zählt bei den Linken nicht“, führt Harald Gilke weiter aus. „Diese Umverteilung – unter anderen zu Lasten des Umsonstladen – war für die Linken kein Problem, denn anstatt dass dies nur eine Einzelmeinung hätte sein können, stimmten alle vier Ortsbeiräte der Linken dafür.

Die Mehrheit des Ortsbeirates stimmte jedoch gegen den Antrag der Linken. „Zum Glück“, so Harald Gilke, „so muss diese Ungerechtigkeit nicht umgesetzt werden. Aber es ist schon erschreckend, dass gerade die Linke bei den sozial Schwächsten sparen will, wo diese Partei und ihr sächsischer Vorsitzender Rico Gebhard doch immer behaupten, die ‚politische Sozialversicherung im Land‘ zu sein.

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