Dresdner AfD-Fraktion im Stadtrat kritisiert Schlussstrich-Mentalität des grünen Fraktionschefs Thomas Löser

11. Februar 2015

Die im Dresdner Feuersturm 1945 verbrannten mehr als 25.000 Menschen sind keine Opfer zweiter Klasse! Im Gegenteil: Ihr Anspruch auf ein würdiges Mahnmal am Ort der Verbrennung von 6.865 Leichen auf dem Dresdner Altmarkt sollte selbstverständlich sein.

Der kultur- und jugendpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Stadtrat, Gordon Engler, zitiert zu den Aussagen von Thomas Löser (in SZ am 09.02.15: ‚Das Gedenken am 13. Februar schaut […] zurück und zementiert den Opfermythos und die Selbstbezogenheit der Stadt‘) sowie der Oberbürgermeisterin Helma Orosz (dpa-Interview am 10.02.15: ‚Die Deutschen waren auch Täter.‘) aus seiner bei der Aktuellen Stunde im Stadtrat am 22. Januar 2015 gehaltenen Rede:

„Ja, Dresden war sicherlich zu keinem Zeitpunkt ein Hort des Widerstands gegen den aufstrebenden Nationalsozialismus, stattdessen sogar in nicht wenigen Bereichen eher das Gegenteil. Aber das berechtigt niemanden dazu, die Schuld für die sinnlose Zerstörung Dresdens den Dresdnern quasi selbst in die Schuhe zu schieben und damit dieses vermeidbare Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung nachträglich zu bagatellisieren oder gar zu legitimieren.
Außer einigen linksradikalen Antideutschen und einigen verwirrten Antifa-Piratinnen, die – wie unsere Bundeskanzlerin vermutlich formulieren würde – Hass in ihren Herzen tragen, würde keiner die eigene historische Unbildung so menschenverachtend kommunizieren wie es immer wieder mit den Sprüchen „Bomber-Harris, do it again“ und „Thank you, Bomber-Harris“ passiert.
Umso mehr ist es die Verantwortung unserer demokratischen Dresdner Zivilgesellschaft von rechts bis links, sich klar und eindeutig von Extremismus jeglicher Couleur abzugrenzen. Das betrifft sowohl den neonationalsozialistisch intendierten Rechtsextremismus wie auch den sich als antifaschistisch gerierenden Linksextremismus.“

Gleichzeitig begrüßt Gordon Engler den Einsatz von Löser für ein individuelles Gedenken verbunden mit einem würdigen Mahnmal am Altmarkt (Löser in SZ am 09.02.15: ‚Das muss möglich bleiben. Aber das Denkmal am Altmarkt ist sicher kein einladender Ort dafür‘). Engler verweist hierzu auf die Präsentation von Dr.-Ing. Sebastian Storz vom „Forum Baukultur e.V.“, der als Sachverständiger für die AfD-Fraktion auf der Stadtratssitzung am 20. November 2014 die Missachtung der Gedenkstelle auf dem Altmarkt durch entsprechende Bilder den anwesenden Bürgermeistern und Stadträten eindrucksvoll vor Augen geführt hat.

Hier der Wortlaut der Rede von Stadtrat Gordon Engler.

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