Beschwerden von Touristen wegen PEGIDA nicht übertreiben

11.10.2016

Dresdens Beigeordnete für Kultur- und Tourismus, Annekatrin Klepsch, sollte bezüglich der Beschwerden von Touristen wegen PEGIDA nicht übertreiben. Bei nüchterner Betrachtung fällt das Ergebnis mit lediglich 49 Beschwerden nämlich sehr mager aus“, so Gordon Engler, kulturpolitischer Sprecher der Dresdener AfD-Fraktion.

Auf die Anfrage von Stadtrat Gordon Engler (AF1314/16) teilte die Verwaltung mit, dass seit November 2015 bezüglich PEGIDA 49 Beschwerden von Touristen im Geschäftsbereich Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden eingingen. „Jedes größere Hotel in Dresden dürfte alleine pro Tag 49 Touristen bei sich beherbergen“, merkt Gordon Engler an, „von einem Imageschaden oder gar von einer suggerierten Welle der Empörung durch Touristen kann daher keine Rede sein. Zudem gaben lediglich 17 Personen, die sich wegen PEGIDA beschwerten, an, dass sie zuvor Gast in Dresden waren.

Hier finden Sie die Fragen von Stadtrat Gordon Engler sowie die Antwort der Verwaltung in der Übersicht:

1. Wie viele Beschwerden von Touristen (Einzelpersonen und Unternehmen; wenn möglich aufgeschlüsselt nach Herkunftsregionen wie z.B. Sachsen/andere deutsche Bundesländer / International) gingen insgesamt in diesem Jahr sowie Im Jahr 2015 bei der Landeshauptstadt Dresden (per Post, E-Mail, Fax und Telefon) ein?
Im Geschäftsbereich Kultur und Tourismus gingen seit November 2015 bis zum heutigen Tage 57 Beschwerden von Touristinnen und Touristen ein.

2. Wie viele Touristen-Beschwerden (von Einzelpersonen und Unternehmen; wenn möglich aufgeschlüsselt nach Herkunftsregionen wie z.B. Sachsen/andere deutsche Bundesländer/ International) in den Jahren 2015 und 2016 bezogen sich dabei explizit auf PEGIDA, wie viele auf die Bettensteuer?
Davon bezogen sich 49 E-Mails auf Pegida und 4 E-Mails auf die Beherbergungssteuer. Eine Aufschlüsselung nach Herkunft ist nicht möglich, da dies aus den E-Mail-Absender Adressen nicht hervorgeht.

3. Welche anderen Themen waren des Weiteren Anlass zur Beschwerde und wie häufig waren In diesen Fällen die Beschwerden von Touristen?
Weitere Beschwerden gingen ein in Bezug auf die Abwicklung von Bestellungen, und bezüglich Anerkennung von Ermäßigungstatbeständen bei Eintrittspreisen

4. Ist aus den Beschwerden bzgl. PEGIDA ersichtlich, ob die Einreicher Dresden zuvor tatsächlich besucht und PEGIDA erlebt haben, oder ob deren Beschwerde auf Grund externer Informationen (z.B. negative Presseberichte) zustande kamen? Wie teilt sich das Verhältnis zahlenmäßig auf?
Von den 49 E-Mails mit Pegida-Bezug enthielten 17 E-Mails einen Hinweis darauf, dass die Absender zuvor Dresden besucht hatten.

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