Will Hilbert wirklich Oberbürgermeister „für Alle“ sein?

12.09.2016

Nach sechs Bürgerdialogen in der Kreuzkirche werden diese nicht fortgesetzt. Ein Treffen mit Bürgern aus dem linken Spektrum ließ Oberbürgermeister Dirk Hilbert offensichtlich rat- und konzeptionslos zurück und brachte keine neuen Impulse. Nun richtet der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Stefan Vogel, im Stadtrat an den Oberbürgermeister die Frage, wann er endlich auch den tausenden Dresdner Bürgern, die Montagsabend durch Dresden spazieren, die Möglichkeit gibt, mit ihm zu sprechen und ihre Sichtweise auf die aktuelle Politik und Situation in Stadt und Land anzuhören.

Die Antwort von OB Hilbert ist leider eine Enttäuschung und Ernüchterung zugleich: Sinngemäß sagte Hilbert, alles sei gut, der Oberbürgermeister biete eine Bürgermeistersprechstunde und monatlich eine Bürgerversammlung jeweils in einem Ortsamt oder in einer Ortschaft an und versuche breite gesellschaftliche Kreise gewinnen. „Ich glaube, ich bin ausgesprochen viel in der Bürgerschaft in verschiedensten Foren unterwegs“, sagte Oberbürgermeister Hilbert. Eine Beteiligung an den Montagsspaziergängen hingegen schloss er explizit aus. Doch Stefan Vogel erinnert sich daran, dass Hilbert vor einem Jahr im Wahlkampf allen Dresdnern versprach ein „Oberbürgermeister für alle“ zu sein. Dirk Hilbert kann der Vorwurf nicht erspart werden, ebenfalls zur Politik(er)verdrossenheit beizutragen.

Während er am 2. Oktober zum „Islamischen Neujahr“ in das Dresdner Rathaus gemeinsam mit der DITIB Deutschland & DITIB Dresden, dem Islamischem Zentrum Dresden und der Ahmadiyya-Gemeinde Dresden einlädt und dies ausgiebig zelebriert, lässt er sprichwörtlich viele Dresdner Bürger „links liegen“ und auf Straße stehen. „Sehen so Ihre Bemühungen um eine sich einigende und eine bisherige Spaltung überwindende Bürgerschaft aus?“, fragt Stefan Vogel kritisch.

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