3.589 Personen mit ungeklärter Herkunft in Dresden

13.10.2016

Knapp 18 Prozent der Dresdner im Alter von 16 bis 25 Jahren sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren liegt der Anteil bei etwa 15 Prozent. So zu tun, als gäbe es in Dresden kaum Ausländer oder Menschen mit Migrationsgeschichte, ist schlicht falsch“, sagt Gordon Engler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD im Dresdner Stadtrat.

Wie die Antwort des Oberbürgermeisters auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, ist die Zahl der Menschen ohne deutsche Wurzeln besonders groß bei den bis 45jährigen, wohingegen die Zahl der Menschen mit einem Migrationshintergrund über 60 Jahre mit 3,1 Prozent deutlich geringer ist“, führt Gordon Engler näher aus. „Zu bedenken ist auch, dass jüngere Menschen im Stadtbild präsenter wahrgenommen werden – Stichwort: Schule, Arbeit oder Freizeitunternehmungen. Dadurch ist auch erklärlich, warum viele angestammte Dresdner eine große Veränderung in der Bevölkerungsstruktur in den vergangenen Jahren ausmachen, obwohl die Ausländerquote in Dresden insgesamt nur bei 6,2 Prozent liegt. Westdeutsche Städte zeigen jedoch, wo die zukünftige Entwicklung hingeht: in den Großstädten dort haben um die 40 Prozent der Einwohner mittlerweile einen Migrationshintergrund, bei den unter 6-jährigen sogar bis zu 70 Prozent“, erklärt Gordon Engler.

Drastisch zugenommen – man kann sagen: erschreckend verändert – hat sich im letzten halben Jahr die Zahl der Menschen mit ungeklärter Herkunft“, stellt Stadtrat Gordon Engler fest. Lag die Zahl dieser Menschen am 31.12.2015 noch bei 1.955, lag die Zahl der Menschen mit ungeklärter Herkunft am Stichtag 30. Juni 2016 bereits bei 3.589. Hierbei dürfte es sich vornehmlich um Flüchtlinge handeln; über ein Drittel dieser Personen (1.314) sind zwischen 16 und 25 Jahre alt, die Altersgruppe von 26 bis 35 Jahren macht 899 Personen aus und 826 Personen mit ungeklärter Herkunft sind unter 16 Jahre alt. „Selbst wenn deren Asylbegehren abgelehnt werden sollten, wird der Freistaat Sachsen mangels Kenntnis des Herkunftslandes dennoch nicht im Stande sein, diese abzuschieben“, kritisiert Gordon Engler.

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