Keine weitere bauliche Verschandelung des Postplatz!

14.01.2016

Bezugnehmend zu den Plänen des Architekten Zanders, der am Postplatz einen „modernen“ Glasbau entstehen lassen will, kritisiert Jörg Urban, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat:
Der Entwurf des Architekten Jens Heinrich Zanders macht mich fassungslos. Nicht nur, dass die Stadt wieder einmal unser kommunales Eigentum verkauft, um Haushaltlöcher zu stopfen – nein, nun soll auch das letzte Stück schöner historischer Architektur am Postplatz verschandelt werden: der Blick auf den Dresdner Zwinger!
Der geplante angeblich ‘moderne‘ Glastempel ist ein weiterer Baustein von Allerweltsarchitektur. Solche ‚Tempel‘ stehen in hunderten Städten der Welt. Ihre kubischen Formen und Glasfassaden sind an Einfallslosigkeit und Banalität kaum zu unterbieten.
Statt den Postplatz nach der verpatzten Umgestaltung endlich zu retten und, wie von Herrn Kulke gefordert wieder mit Bäumen, Bänken und Brunnen zu beleben, verfängt sich die Stadt wieder in falschen Modernisierungstendenzen.
Touristen aus aller Welt kommen nach Dresden, um unsere einmalige Barockstadt kennenzulernen. Dresden täte gut daran, seine Eigentumsflächen am Postplatz nicht zu verschleudern, sondern die selbst dergestalt zu entwickeln, dass der Platz wieder an Aufenthaltsqualität gewinnt und die einmalige Architektur des Zwingers herausgehoben und nicht versteckt wird.

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