Fördermittel für das Festspielhaus Hellerau besser einsetzen

17.10.2016

Am 7. September 2016 feierte das Festspielhauses Hellerau zehnjähriges Jubiläum der Wiedereröffnung. Gestartet mit hochfliegenden Plänen und künstlerischen Konzepten ist die euphorische Anfangsphase längst vorbei und Ernüchterung macht sich breit“, sagt Gordon Engler, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Nach zehn Jahren muss man Bilanz ziehen. Und die fällt aus Sicht der Alternative für Deutschland negativ aus.

Das Europäische Zentrum der Künste Hellerau glänzt in Dresden einzig durch fehlende Bekanntheit. Dabei fließen Fördergelder in Höhe von über 3 Millionen Euro jährlich in diese Kultureinrichtung. Zudem liegt der tatsächliche eigene Deckungsgrad durch Benutzerentgelte bei lediglich knapp 4 Prozent“, kritisiert Gordon Engler. „Der sorgsame Einsatz der Steuergelder der Bürger in Dresden muss wichtigstes Ziel politischen Handelns sein. Angesichts der anstehenden Haushaltsplanungen darf es keine Tabus geben. Anstatt für linke Randgruppenprojekte können die Fördergelder des Festspielhauses Hellerau besser verwendet werden“, ist sich Gordon Engler sicher. „Leider gibt es noch laufende Verträge, vor allem bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018, an die das Festspielhaus Hellerau gebunden ist. Sonst könnten die Mittel konstruktiver eingesetzt werden und viel mehr Dresdnern, insbesondere Kindern, bei ihrer musikalischen Ausbildung zugutekommen. Das Heinrich-Schütz-Konservatorium beispielsweise ist chronisch unterfinanziert. Hier wäre das Steuergeld der Dresdner Bürger besser aufgehoben.“

 

Anmerkung: Das Europäische Zentrum der Künste (EZK) Hellerau hatte im Jahr 2015 Aufwendungen in Höhe von 4.169.496 Euro. Der Zuschuss der Landeshauptstadt Dresden lag dabei bei 3.257.352 Euro. Die Einnahmen des EZK beliefen sich dementsprechend auf 912.144 Euro. Auf diese Einnahmen entfallen lediglich 161.823 Euro durch Benutzerendgelte; Zuwendungen Dritter und sonstige Einnahmen machen 461.181 Euro sowie 289.140 Euro aus.

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