Museen der Stadt - Zukunftsfähigkeit sichern

PRESSEMITTEILUNG  –  18. August 2014


Dresdner AfD-Fraktion zu Besuch bei Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden  -  Zukunftsfähigkeit sichern durch verbesserte Finanzierung, Ausbau der Museumspädagogik und Umsetzung des Zentraldepots Spenerstraße

Die Fraktion der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Dresdner Stadtrat traf am Freitag, dem 15. August 2014, den Direktor der Städtischen Museen, Dr. Gisbert Porstmann, und die Kaufmännische Leiterin, Frau Ilka Hoffmann, zu einem Arbeitsgespräch auf der Grundlage des von Dr. Porstmann verfassten Konzepts über „Potentiale und Ziele“ der acht kommunalen Museen.

AfD-Stadtrat Gordon Engler, Mitglied des Fraktionsvorstands und designiertes Mitglied des Kulturausschusses: „Es wäre nicht akzeptabel, wenn das Stadtmuseum demnächst tatsächlich ohne museumspädagogische Betreuung dastünde. Gerade die Heranführung junger Menschen an unsere Heimat- und Regionalgeschichte ist von großer Bedeutung für Stiftung von Identität. Dies gilt speziell auch für Menschen mit Migrationshintergrund und deren Integration in die Gesellschaft.

Zu Beginn des Gespräch erläuterte Dr. Gisbert Porstmann sein 18-seitiges Konzept und wies darauf hin, dass vom Gesamtetat der städtischen Museen in Höhe von ca. 8 Millionen EUR lediglich ca. 220.000 EUR für die eigentliche museale Arbeit jeweils im Stadtmuseum, in der Städtischen Galerie sowie in den Technischen Sammlungen (mit den fünf weiteren Museen) jährlich zur Verfügung stünden. Darüber hinaus müsste die museumspädagogische Arbeit im gesamten Verbund der städtischen Museen jedes Jahr mit nur ca. 50.000 EUR auskommen. Dr. Porstmanns Fazit fiel ernüchternd aus: „Mit der derzeitigen finanziellen und personellen Ausstattung droht den Museen der Stadt Dresden die Marginalisierung sowohl in der Dresdner Museumslandschaft als auch im nationalen Vergleich.

Der Fraktionsvorsitzende Bernd Lommel kündigte an, sich der beschriebenen Herausforderung  zu stellen: „Haushaltsfragen sind letzlich immer Stadtratsfragen. Unsere Dresdner AfD-Fraktion wird deshalb bei den Haushaltsverhandlungen der nächsten Jahre genau darauf achten, dass die - grundsätzlich berechtigte - Sparpolitik nicht zu Lasten der herausragenden Angebote der Dresdner Museen umgesetzt wird.

Stadtrat und AfD-Kreisvorsitzender Jörg Urban ergänzte: „Das in unserem Kommunalwahlprogramm geforderte Subsidiaritätsprinzip muss auch für städtische Einrichtungen gelten. Je mehr unabhängige Entscheidungen von den Fachleuten vor Ort getroffen werden können, desto sachgerechter fallen meist auch die Ergebnisse aus.

Abschließend wurde die unbefriedigende Depotsituation thematisiert. Frau Hoffmann beschrieb, dass die Sammlungsobjekte auf vier Depots in der gesamten Stadt verteilt wären. Die Ergebnisse einer Kostenschätzung für das geplante Zentraldepot in der Spenerstraße lägen mittlerweile vor. Dr. Porstmann dazu: „Der Kostenschätzung muss nun die Berechnung der Kosten folgen. Die Realisierung dieses Bauvorhabens für die Museen der Stadt Dresden ist notwendig und muss vordringliches politisches Ziel sein.

Stadtrat Gordon Engler sagte daraufhin einen Arbeitsbesuch der vier Depots zu, um sich persönlich ein Bild von der Situation machen zu können.

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