Schadet PEGIDA tatsächlich Dresden?

23.08.2016

Im DNN-Interview vom 19.08.2016 lässt sich Frau Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch mit den Worten zitieren: „Der Imageschaden ist das größere Problem. Es erreichen uns deutlich mehr E-Mails von Dresden-Touristen und Liebhabern der Stadt, die sich über PEGIDA beschweren als Beschwerden über die Bettensteuer.“ Dazu erklärt Gordon Engler, stellvertretener Vorsitzender der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat: „Abgesehen von Behauptungen und einer fragwürdigen Studie der ‚Brandmeyer Markenberatung‘ gibt es keine mir bekannten Fakten, die den behaupteten Ansehens-Schaden für Dresden durch die PEGIDA-Demonstration tatsächlich belegen. Hinzu kommt die Frage, inwieweit die vermeintlichen Beschwerden über PEGIDA auch von Bürgern ausgehen, die diese Bewegung nicht nur aus der Presse kennen, sondern auch tatsächlich erlebt haben.“

Um die Stichhaltigkeit der Aussagen von Frau Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch auf den Grund zu gehen, hat Stadtrat Gordon Engler folgende Fragen an den Oberbürgermeister gestellt:

  1. Wie viele Beschwerden von Touristen (Einzelpersonen und Unternehmen; wenn möglich aufgeschlüsselt nach Herkunftsregionen wie z.B. Sachsen/andere deutsche Bundesländer/International) gingen insgesamt in diesem Jahr sowie im Jahr 2015 bei der Landeshauptstadt Dresden (per Post, E-Mail, Fax und Telefon) ein?
  2. Wie viele Touristen-Beschwerden (von Einzelpersonen und Unternehmen; wenn möglich aufgeschlüsselt nach Herkunftsregionen wie z.B. Sachsen/andere deutsche Bundesländer/International) in den Jahren 2015 und 2016 bezogen sich dabei explizit auf PEGIDA, wie viele auf die Bettensteuer?
  3. Welche anderen Themen waren des Weiteren Anlass zur Beschwerde und wie häufig waren in diesen Fällen die Beschwerden von Touristen?
  4. Ist aus den Beschwerden bzgl. PEGIDA ersichtlich, ob die Einreicher Dresden zuvor tatsächlich besucht und PEGIDA erlebt haben, oder ob deren Beschwerde auf Grund externer Informationen (z.B. negative Presseberichte) zustande kamen? Wie teilt sich das Verhältnis zahlenmäßig auf?

Gestern habe ich mir zur Abwechslung einmal die Anti-PEGIDA-Demo angesehen: es war ein kleiner, trauriger, linker Haufen, der weder intellektuell noch optisch zu überzeugen verstand. Im Kontrast dazu steht PEGIDA, welche regelmäßig mit mehreren Tausend Teilnehmern seit fast zwei Jahren einen beharrlichen Ausdruck des politischen Widerstandes darstellt. Allein dafür verdienen die PEGIDA-Demonstrationsteilnehmer unseren Respekt – der „Lü[ck]en-Presse“ zum Trotz“, kommentiert der wirtschafts- und kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Gordon Engler.

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