AfD-Stadtrat Engler fordert: Mehr Striezel, weniger Markt

28.10.2015

Der Dresdner Striezelmarkt kann sich nicht „ältester Weihnachtsmarkt in Deutschland“ nennen und gleichzeitig nur auf neumodischen Konsum und Kommerz setzen“, sagt Gordon Engler, Mitglied der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Die Satzung für Jahr- und Spezialmärkte in Dresden sieht zukünftig vor, dass noch mehr Flächen für Verkaufsstände auf dem Altmarkt zur Verfügung gestellt werden sollen. Frei nach dem Motto: Mehr Buden, mehr Gewinn.“

Es ist schäbig, wenn aus einem besinnlichen Ort der Weihnachtsvorfreude ein Hort der Kommerzialisierung gemacht wird. Wohin das führt, zeigt beispielsweise Venedig, das man unter den Touristenmassen, die durch die Stadt geschoben werden, kaum noch erkennen kann“, kritisiert Gordon Engler. „Dresden braucht keine italienischen Verhältnisse.“

Vergessen wird bei der Planung des Striezelmarktes, dass der Altmarkt nicht nur die Kulisse für ein Weihnachtsspektakel ist, sondern auch ein Ort der Erinnerung. Daher fordert die AfD in einem eigenen Änderungsantrag, dass Stolpersteine, Gedenktafeln oder andere Formen der Erinnerung nicht zugestellt oder zugehängt werden dürfen“, führt Gordon Engler näher aus. „Auch während des Striezelmarktes gilt es der Geschichte Dresdens würdig zu gedenken.

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