Ist Dresden bei den Asylzahlen bereits überfordert?

30.11.2015

Die verwendete Datenbank bildet leider keine Historie ab, sodass zum heutigen Tag die bestehende Differenz zwischen August 2015 und September 2015 nicht restlos nachvollzogen werden kann heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung auf die Anfrage „Zahlen zu Asyl in Dresden“ (AF0826/15) von AfD-Stadtrat Gordon Engler. Nach seiner Einschätzung spricht diese Antwort nicht für ein solides Arbeiten. Die Unklarheiten bleiben bestehen: „Wieso kann die Stadtverwaltung schon zwei Monate später die Zuwachsraten nicht mehr nachvollziehen?“, fragt der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende, um anzufügen: „Warum eine detaillierte Aufschlüsselung nach Geschlecht derzeit nicht möglich sein soll, erschließt sich mir ebenso wenig.

Mehr Klarheit konnte die Antwort zumindest in der Anzahl der tatsächlich abgelehnten Asylbewerber beisteuern: „Auf unsere vorangegangenen Anfragen (AF0742/15 & AF0794/15) wurde uns mitgeteilt, dass sich am 31.08.2015 insgesamt 791 abgelehnte Asylbewerber im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Dresden aufhielten, einen Monat später hieß es, in der Landeshauptstadt Dresden waren insgesamt 561 abgelehnte Asylsuchende untergebracht. Diese Reduzierung machte uns stutzig", so Gordon Engler. Nun musste die Landeshauptstadt Dresden auf Nachfrage einräumen: „Tatsächlich hielten sich in Dresden zum 30.09.2015 insgesamt 815 abgelehnte Asylsuchende auf.

Auffällig ist des Weiteren, dass nur 46 Prozent der Dresden zugewiesenen Asylsuchenden im Jahr 2015 aus den Kriegs- und Krisengebieten Syrien, Afghanistan und dem Irak kamen. „Der Großteil der Asylbewerber stammt also aus Ländern ohne Krieg oder politischer Verfolgung“, stellt Gordon Engler fest. „Das wird auch bei den abgelehnten Asylbewerbern offensichtlich: dort liegen Russland, Tunesien, Serbien, Indien und Kosovo vorn.

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