Stadtrat Gordon Engler für bessere Verteilung der Asylunterkünfte

09.12.2015

Containerlager am Alaunplatz anstatt Zellescher Weg und Altenberger Straße

Die Verteilung der Asylbewerber über das Dresdner Stadtgebiet folgt falschen Grundsätzen“, kritisiert Gordon Engler, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Schon Mitte des Jahres haben wir eine höhere Ausgewogenheit und gerechtere Verteilung der Lasten im Zuge der Asylkrise auf alle Stadtteile gefordert. Doch geschehen ist bisher nichts.

Die geplante Asylunterkunft am Zelleschen Weg ist in dieser Hinsicht ein großer Fehler. Beispielsweise befinden sich in der Umgebung des geplanten Standortes Zellescher Weg bereits vier Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen (Teplitzer Straße, Gutzkowstraße 25, Bergstraße 51 und Nöthnitzer Straße 60 a) mit einer Gesamtkapazität von 1.850 Personen. Des Weiteren grenzen an die zur Bebauung geplante Grünfläche viele Studentenwohnheime. Eine weitere Konzentration von meist männlichen jungen Asylsuchenden und Flüchtlingen im unmittelbaren Wohnbereich vieler Studentinnen ist nicht zumutbar. Ähnlich beängstigend ist die geplante Zahl von zusätzlichen 510 Asylbewerbern, die ab Juni in der Altenberger Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Freien Evangelischen Schule untergebracht werden sollen. Um diese Fehlentwicklungen zu verhindern, stellt die AfD-Fraktion für die nächste Sitzung des Stadtrates am 10. Dezember einen Ersetzungsantrag“, erklärt Gordon Engler.

Bereits am 5.08.2015 hatte Stadtrat Gordon Engler gefordert, den Alaunplatz als Asylunterkunft zu nutzen. Einerseits stünden genügend Flächen zur Verfügung, die im Bedarfsfall sogar noch um den sogenannten Russensportplatz erweitert werden könnten. Andererseits sei in der Äußeren Neustadt „eine im Vergleich zu anderen Stadtteilen überproportional hohe Akzeptanz gegenüber den Asylbewerbern zu erwarten und eine große Bereitschaft, diese Gäste auf Zeit in jeder Hinsicht zu unterstützen.

Wie der interfraktionelle Antrag (A0160/15) von DIE LINKE, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SPD zur Vervollständigung der Westerweiterung des Alaunparks“ zeigt, soll die für ein Containerdorf geeignete Brachfläche unter anderem „als Biotopverbindung zwischen dem Alaunpark und dem Königsbrücker Platz“ ertüchtigt werden. „Die Hochburg der Grünen und der Linken, die Äußere Neustadt, soll endlich mit ihrer sogenannten Willkommenskultur in der Flüchtlingsaufnahme voranschreiten und den Alaunpark zur Verfügung stellen. Wenn Rot-Grün-Rot sich in diesen Zeiten stattdessen um Parkerweiterungen bemüht, zeigt das, wie entfremdet und abgehoben die 'fortschrittliche Gestaltungsmehrheit' von der Realität in unserer Stadt denkt und lebt“, bekräftigt Gordon Engler.

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