Wie Glaubwürdigkeit verloren geht und Politik(er)verdrossenheit entsteht

08.09.2016

Rechtsanwalt Detlev Cornelius wurde mit AfD-Ticket im Mai 2014 als einer von fünf Stadträten von den Bürgern und Wählern Dresdens gewählt, um deren Interessen für fünf Jahre im Stadtrat der Landeshauptstadt zu vertreten. Reichlich ein Jahr später verließ er im Juli 2015 die Fraktion der AfD und trat aus der AfD aus, unter anderem begründet mit seinem Vertrauensverlust in die Geradlinigkeit seiner bisherigen Partei. Anfang 2016 schloss sich Detlev Cornelius der FDP-Fraktion an mit der Möglichkeit neben der Teilnahme an den Sitzungen des Stadtrates auch in Ausschüssen des Stadtrates mitzuwirken.
Und wie sieht die Realität aus?

Seit Juni 2016 fehlte RA Cornelius an allen seitdem stattgefundenen fünf Sitzungen des Stadtrates. Auch der einzige ihm zugewiesene Ausschuss für Kultur und Tourismus musste komplett seit dem 19. April 2016 ohne ihn auskommen. Sieht so die aktive Vertretung eines Stadtrates und engagiertes Eintreten für die Interessen der Bürger und Wähler in seinem Wahlkreis aus?
Versteht darunter RA Cornelius gelebte Gradlinigkeit, seriösen Umgang mit dem Ehrenamt und eine Stärkung des Ansehens ehrenamtlich engagierter Stadträte? Wohl kaum! Das Einfordern dieser Antworten von Detlev Cornelius dürfte sicherlich nicht gegen die Sächsische Gemeindeordnung verstoßen, sondern eher in deren Einklang stehen!

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