Städtebau braucht Verantwortung und Heimatgefühl

17.07.2015

AfD fordert höhere Geltung von Schönheit und Identität bei Bauprojekten

Ohne eine bessere Stadtbaugestaltung werden immer mehr anonyme Großgebäude in Dresden errichtet, die von den Bürgern abgelehnt werden“, sagt Jörg Urban, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Wir brauchen eine Stadt in der sich die Bewohner wohlfühlen und gerne leben.

Aus Anlass des 15jährigen Bestehens der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. hielt der ehemalige Lehrstuhlinhaber für Stadtumbau und Stadtforschung an der TU Dresden, Prof. Dr. Jürg Sulzer, ein Referat zum Thema: Wie bauen wir Stadt für die Zukunft. Dazu erklärt Jörg Urban: „In Dresden ist schon viel passiert und vieles ist auch sehr gut gelungen. Aber allzu häufig gerät der Bürger aus dem Blickfeld der Architekten und Stadtplaner. Die Bürger möchten in einer schönen Stadt leben, mit der sie sich gern identifizieren und die sie als ihre Heimat empfinden.“

Wie von Prof. Dr. Sulzer vorgeschlagen, sei es ein guter Weg, wenn eine kreative, öffentliche Stadtplanung einen höheren Stellenwert auf im Ensemble konzipierte Architektur lege. Besonders kleinteilige Bauvorhaben, die eine größere Vielfalt an Fassadengestaltung und Nutzungsmöglichkeiten zuließen, seien Großkomplexen vorzuziehen.

Stadtprägende Bauvorhaben werden heute oft von institutionellen Kapitalanlegern ohne persönliche Beziehung zu Dresden initiiert. Deshalb muss eine moderne und zukunftsorientierte Stadtplanung mehr Verantwortung übernehmen. Die Entwicklung von Stadtgebieten sollte vorgedacht und in Masterplänen beschrieben werden. Dabei müssen die Aufenthaltsqualität der Straßen und Plätze sowie der bauliche Bezug der Neubauten zu Bestandsgebäuden im Vordergrund der Stadtplanung stehen“, macht Jörg Urban deutlich.

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