Neu-Venedig in Dresden-Mickten

22.07.2015

AfD sucht nach innovativen und zukunftsfähigen Lösungen für die städtische Wohnungsnot

 „2.500 Wohnungen in dem Areal zwischen Elbepark und Flutrinne zu schaffen, ist vollkommen unrealistisch“, sagt Jörg Urban, Sprecher Bau und Stadtentwicklung der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. „Holger Zastrow irrt, wenn er meint, hier könne preiswerter Wohnraum entstehen.

Das betreffende Gebiet sei schon vor Jahren für 35 Mio. Euro für die Bebauung erschlossen worden und liege bisher weitgehend unbebaut brach. Soweit habe der FDP-Fraktionsvorsitzende recht. „2002 und 2013 aber stand das ganze Gelände während der Flut unter Wasser und deshalb finden sich keine Investoren. Will die Stadt das ändern, müsste sie in einen umfassenden Hochwasserschutz investieren“, führt Jörg Urban aus. „Das käme Dresden sehr teuer. Wie man dann noch von preiswertem Wohnraum sprechen will, ist mir völlig unklar.

Ohne einen solchen Hochwasserschutz würde der neue Stadtteil bei jeder größeren Flut unter Wasser stehen. Dresden wäre dann nicht mehr nur 'Elbflorenz', sondern auch noch das 'Venedig des Nordens'“, mutmaßt Jörg Urban. „Zastrows Vorschlag löst nicht die Probleme auf dem Wohnungsmarkt, höchstens die Schwierigkeiten der Zeitungen mit dem berühmten Sommerloch.“

Vielleicht müssen wir anfangen, andere Ideen zu entwickeln. Die Wohnungsnot der Stadt muss nicht nur in Dresden gelöst werden“, sagt Jörg Urban. Beispielsweise könne durch eine engere Kooperation der Region Oberes Elbtal und einen verbesserten öffentlichen Personennahverkehr die Attraktivität der Dresdner Vorstädte erhöht werden. Viele Umlandgemeinden hätten mit Bevölkerungsrückgang zu kämpfen und somit stehe viel freier Wohnraum zur Verfügung.

Es sind innovative und vor allem zukunftsfähige Lösungen nötig, die Maß halten und nicht zu viel Geld kosten. Die Vorschläge von Politikern, immer nur neues Geld in die Hand zu nehmen, sind entschieden abzulehnen“, stellt Jörg Urban klar.

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