Sexuelle Übergriffe in Schwimmbädern - Straftaten seit 2014 vervierfacht!

29.07.2016

Eine Anfrage des Dresdner AfD-Abgeordneten Jörg Urban an das Sächsische Innenministerium ergab, dass es im Zeitraum vom 01.01.2013 – 30.06.2016 in sächsischen Schwimm- und Hallenbädern zu 62 Anzeigen wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und Beleidigungen auf sexueller Grundlage kam. Aufgrund von Löschfristen sind Anzeigen wegen Beleidigungen auf sexueller Grundlage nur für den Zeitraum 01.01.2015 bis 30.06.2016 ersichtlich. Die Anzahl der insgesamt erfolgten Anzeigen seit 2013 könnte also durchaus höher liegen, auch weil ein großer Teil von Beleidigungen gar nicht zur Anzeige gebracht wird.

Insgesamt konnten 47 Straftaten aufgeklärt und dabei 51 Tatverdächtige ermittelt werden, von denen 34 Personen ausschließlich die deutsche oder eine doppelte Staatsangehörigkeit (3 Personen sowohl mit deutscher als auch türkischer Staatsangehörigkeit) besaßen. 17 Tatverdächtige waren Ausländer, davon 15 mit dem Aufenthaltsstatus „Asylbewerber“. Von den insgesamt 51 Tatverdächtigen entfallen 8 Personen auf das Jahr 2013 und 7 Personen auf das Jahr 2014. Für 2015 sind 18 Tatverdächtige ermittelt worden und für das erste Halbjahr 2016 bereits 18 Personen. Alle zur Anzeige gebrachten Straftaten, bei denen die 15 Tatverdächtigen mit dem Aufenthaltstitel „Asylbewerber“ ermittelt wurden, sind ausschließlich seit dem 01.01.2015 begangen worden.

Dazu führt Stadtrat Jörg Urban näher aus: „Die Zahlen sind erschreckend und offenbaren eine desaströse Entwicklung in Sachsen. Rechnen wir die Zahlen des ersten Halbjahres 2016 auf das ganze Jahr hoch, werden sich die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung seit 2014 mindestens vervierfacht haben! Ein Blick auf die Tatverdächtigen, die aktuellen sächsischen Bevölkerungszahlen (Stand 30.09.15, Quelle: Freistaat Sachsen) und die Zahl der Asylbewerber (Stand Ende Mai 2016, Quelle: Freistaat Sachsen) offenbart, dass seit Anfang 2015 in sächsischen Hallen- und Schwimmbädern knapp 42 % dieser Straftaten von Asylbewerbern begangen wurden. Bei einem Anteil von kaum 1 Prozent an der sächsischen Gesamtbevölkerung ist das eine alarmierende Zahl.

Was für Jahrzehnte nicht notwendig war, wird nun innerhalb kürzester Zeit Realität: viele Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr mit Freunden ins Schwimmbad, wenn keine erwachsene Aufsichtsperson dabei ist. Viele Jugendliche und Erwachsene verzichten auch ganz auf den inzwischen getrübten Freizeitspaß. Die Besucherzahlen sanken z.B. in Dresdner Bädern um 20% zum Vorjahr.

Nicht nur, dass erst Anfragen nötig sind, um diese Missstände zu offenbaren, die sächsische Staatsregierung scheint weder willens noch fähig, diesen Entwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken und redet den gravierenden Anstieg sexueller Übergriffe in Schwimm- und Hallenbädern klein! Darüber hinaus stielt sich Innenminister Ulbig aus seiner Verantwortung und erklärt, die Sicherheit in Badeanstalten läge in erster Linie in der Hand der Betreiber. Die Politik offenbart damit einmal mehr eine verantwortungslose Handlungsunwilligkeit, die Bürger in diesem Lande zu schützen."

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