Immer mehr Krätze-Fälle: Gesundheitsamt und Gemeinschaftseinrichtungen sind in der Pflicht

01.04.2019

Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden bestätigt eine steigende Anzahl von Krätze-Fällen. Nach Auskunft von über 20 teilnehmenden Hautärzten haben sich die Behandlungszahlen verdreifacht. Die parasitäre Hauterkrankung ist in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen meldepflichtig. Wurde 2015 noch 31 Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen dem Gesundheitsamt gemeldet, waren es 2018 schon 155 und allein im ersten Quartal 2019 bereits 92 Fälle in verschiedenen Einrichtungen.

Die steigenden Fallzahlen müssen vom Gesundheitsamt nicht nur registriert werden, sondern es müssen auch Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern“, fordert Stadtrat Harald Gilke, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, der neben einer verstärken Informationsarbeit des Gesundheitsamtes auch die Gemeinschafts-einrichtungen in die Pflicht nimmt: „Die am stärksten betroffene Altersgruppe ist die der 10- bis 19-jährigen. Schulen, aber auch Kindergärten, müssen ebenso zur Information und Risikominimierung beitragen.

Schließlich ist die Erkrankung gut behandelbar, bspw. mittels Tabletten oder einer Creme. „Ziel muss es sein, eine weitere Verbreitung zu verhindern und die Krätze wieder einzudämmen – das Niveau von 2015 sollte als kurzfristiger Orientierungsmaßstab dienen. Wir werden die Entwicklung jedenfalls weiter aufmerksam verfolgen“, so AfD-Stadtrat Harald Gilke.

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