Mehr Wohnberechtigungsscheine für Flüchtlinge als für Deutsche

01.06.2018

Wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert auf Anfrage (AF2404/18) von AfD-Stadtrat Stefan Vogel mitteilte, wurde im Jahr 2017 an anerkannte Flüchtlinge 1.100 Wohnberechtigungsscheine ausgestellt. 918 Wohnberechtigungsscheine wurden an deutsche Staatsbürger, 49 an EU-Ausländer ausgestellt.

Die Zahlen erwecken den Eindruck, dass eine kürzlich zugereiste Minderheit schneller und einfacher neuen Wohnraum in Dresden erhält, als jene, die schon länger hier leben“, mahnt Stefan Vogel, sozial- und wohnungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, an. „Immerhin wird diesem Ungerechtigkeitsgefühl insoweit kein Vorschub geleistet, dass Flüchtlinge, die nur den Status einer Duldung (Aussetzung der Abschiebung) besitzen, keinen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein besitzen.

Im Jahr 2017 wurden in der Landeshauptstadt Dresden 2.326 Anträge auf einen Wohnberechtigungsschein positiv beschieden und acht abgelehnt. Dies ist zu 2016 ein Rückgang, in dem Jahr wurden 2.694 Anträge positiv beschieden, sieben abgelehnt. Bis zum 30. April diesen Jahres wurden 678 Anträge auf einen Wohnberechtigungsschein positiv beschieden und einer abgelehnt

Insgesamt verfügt die Landeshauptstadt Dresden über Belegungsrechte für 10.190 Wohnungen. Davon sind derzeit 625 zur Vermietung frei gemeldet: 369 davon sind verfügbar bis Ende Juni, 256 zwischen Juli und November 2018.

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