Hellerau-EZKD bleibt riesiges Zuschussgeschäft

02.02.2018

Das Europäische Zentrum der Künste Dresden (EZKD) in Hellerau hat seinen Jahresbericht 2017 vorgelegt. Die Bilanz wurde medial positiv bewertet: Hellerau registriere Zuspruch, habe mehr Zuschauer und höhere Einnahmen. Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart jedoch die Schattenseiten:

Kamen 2016 rund 45.000 Besucher nach Hellerau, waren es 2017 mit 43.000 etwas weniger. Von diesen 43.000 besuchten 30.100 Personen kostenpflichtige Veranstaltungen. Zum Bezugswert aus dem Jahre 2009 mit 12.100 Zuschauern ist es natürlich eine deutliche Steigerung. Dabei blieb 2017 mit 200 kostenpflichten Aufführungen die Anzahl der Veranstaltungen ähnlich wie im Vorjahr. „Im Schnitt besuchen also rund 150 Zuschauer die kostenpflichten Aufführungen in Hellerau“, fasst Gordon Engler, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Stadtratsfraktion, zusammen.

Und so konnte das EZKD 2017 Ticketeinnahmen in Höhe von 220.000 Euro generieren. Der weitere Etat setzt sich zusammen aus einem städtischen Zuschuss in Höhe von 1.845.000 Euro, Dritt- und Fördermittel in Höhe von 1.150.000 Euro sowie sonstigen Erlösen in Höhe von 320.000 Euro. „Ticketeinnahmen machen insgesamt also nur 6% aus, 85% des Etats kommen durch städtische Zuschüsse und andere öffentliche Fördermittel. Der Steuerzahler subventioniert Hellerau also mit fast 3 Millionen Euro“, interpretiert Gordon Engler die vorgelegten Zahlen.

Bzgl. der Kosten im Jahr 2017 weist das EZKD 1.250.000 Euro für Angestellte sowie 635.000 Euro für Honorare aus, die allgemeinen Kosten beliefen sich auf 582.000 Euro, die Ausgaben für künstlerische Produktionen lagen bei 1.559.0000 Euro.  Hinzu kamen noch Ausgaben für PR, Werbung und Publikationen in Höhe von 275.000 Euro. Dazu urteilt Gordon Engler: „Wenn man mehr Geld für Werbung ausgibt, als man durch Zuschauer einnimmt, stimmt irgendetwas am Konzept nicht. Das EZKD in Hellerau bleibt also auch zukünftig ein riesiges Zuschussgeschäft für die Landeshauptstadt Dresden.

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