Terror-Fahne ist kein Grund zum Abriss

09.03.2017

Auch die Fahne einer Terror-Organisation auf den „Original-Bussen“ aus Nord-Aleppo ist für Oberbürgermeister Dirk Hilbert kein Grund, dass „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt zu entfernen. Dies teilte Hilbert auf die Anfrage (AF1540/17) von AfD-Stadtrat Gordon Engler mit. „Das Kunstwerk bezieht sich nicht auf einzelne Kriegsparteien der vergangenen und aktuellen Bürgerkriegskonflikte in Syrien, sondern ist ein künstlerisches Mahnmal für den Frieden und gegen den Krieg im übergreifenden Sinne“, so Hilbert.

Zur Standsicherheit der Busse teilte die Landeshauptstadt Dresden in der Anfrage mit: „Wichtigste Neben-bestimmung war die Überwachung zur fach- und sachgerechten Aufstellung durch einen Prüfingenieur für Standsicherheit sowie die Erstellung einer unmittelbar anschließenden mündlichen und schriftlichen Bestätigung der abgeschlossenen Überwachung an das Straßen- und Tiefbauamt.“

Weitere Anfragen (AF1520/17, AF1549/17) von Gordon Engler zu den „Kunstaktionen“ auf dem Neumarkt („Monument“) und auf dem Theaterplatz („Lampedusa 361“) bestätigen, dass diese mit projektbezogen Zuwendungen in Höhe von 14.400 Euro sowie bis zu 20.000 Euro (brutto) Euro gefördert wurden. „Die Mittel [für „Lampedusa 361“] sollen jeweils zur Hälfte aus dem Haushalt des Oberbürgermeisters sowie des Geschäftsbereiches Kultur und Tourismus bereitgestellt werden“, teilte Hilbert mit.

Weitere Mittel für diese „Kunstaktionen“ kamen von verschiedenen Stiftungen und Sponsoren (u.a. Stiftung Kunst & Musik für Dresden, Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Dresden (MHM), Stiftung Osterberg, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Robert-Bosch-Stiftung, Förderrichtlinie Weltoffenes Sachsen, Stiftung Friedliche Revolution, Stiftung Frauenkirche und Gesellschaft zum Wiederaufbau der Frauenkirche, Freundeskreis Kunsthaus Dresden e. V.). „Hier wird deutlich, wie stark die Finanzierung solcher ‚Kunstprojekte‘ vom Steuerzahler subventioniert wird“, erklärt Gordon Engler, „direkt durch die Landeshauptstadt Dresden und dessen Einrichtungen wie das Kunsthaus Dresden sowie indirekt auch durch mit öffentlichen Mitteln geförderte Stiftungen.“ Das Kunsthaus Dresden, maßgeblicher Initiator des „Monuments“ aus Schrottbussen, erhält jährlich weit über 300.000 Euro von der Landeshauptstadt Dresden.

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