„Oberbürgermeister Hilbert watet tief im links-grünen Schuld-Mythos“

02.02.2017

Gegenüber der Sächsischen Zeitung sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen“ sowie „Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet.“

Dazu erklärt Stadtrat Gordon Engler, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Stadtratsfraktion: „Dass Dresden eine ‚schuldige Stadt‘ war, ist solange nicht falsch, solange damit gemeint ist, dass in unserer Stadt die Flagge der Nationalsozialisten vor dem Rathaus wehte, dass Juden und deren nicht-jüdische Angehörige, Sinti und Roma, Gewerkschafter und Sozialdemokraten schikaniert, misshandelt und abtransportiert wurden, dass die weltberühmten Galerien von den Dresdnern selbst nach entarteter Kunst durchforstet und gesäubert und dass in Dresden Waffen für den Krieg gefertigt sowie Zwangsarbeiter in Lagern gehalten wurden. Ja, Dresden war sicherlich zu keinem Zeitpunkt ein Hort des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime, stattdessen sogar in nicht wenigen Bereichen eher das Gegenteil.

Doch wie der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner bekannten Rede am 8. Mai 1985 richtig feststellte: ‚Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich.‘ So kann es auch keine schuldige Stadt, kein schuldiges Dresden geben! Ich fordere Oberbürgermeister Hilbert auf, eine Gedenkkultur in Dresden zu pflegen, die ohne Einseitigkeit, ohne Flucht in utopische Heilslehren und ohne moralische Überheblichkeit ein Gedenken und Erinnern ermöglicht, in welchem sich alle Dresdner, die ihre Stadt lieben, wiederfinden können!

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