YENIDZE als Moschee - ein verspäteter April-Scherz?

10.04.2019

Das Plakat, welches im Stallhof beim Verkehrsmuseum steht, sieht von der Gestaltung her aus, als gehöre es zur Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung. Die Forderung: „Dresden neue Heimat für Muslime attraktiver machen –Yenidze wird zur Moschee“. Ein Impressum, von wem diese Publikation ist, fehlt.

Im weiteren Plakattext heißt es: „Es gibt derzeit drei eingetragene Moscheegemeinden in Dresden. Zusammengenommen haben die Gemeinden weniger als 1000 Mitglieder. Die bestehenden Moscheen sind äußerlich wenig repräsentativ und zum Teil nicht sehr zentral gelegen. Islamfeindliche Hetze ist in Dresden Alltag – keine besonders einladende Stadt also. Wenn Dresden mit der Kulturhauptstadtbewerbung eine „Neue Heimat“ werden soll, dann auch für alle. In diesem Sinne wäre es ein tolles Zeichen, wenn die in der Innenstadt gelegene Tabakfabrik Yenidze zur Moschee und Kulturzentrum werden und Dresden somit ein Stück Toleranz und Diversität vorlegen könnte.“

Für AfD-Stadtrat Gordon Engler Grund genug, beim Oberbürgermeister anzufragen (AF3057/19), von wem dieses im Stallhof aufgestellte Plakat stammt und den Oberbürgermeister um eine Stellungnahme zu bitten, wie sich die Landeshauptstadt Dresden zu dieser oben genannten Forderung positioniert.

Auf den ersten Blick mag man an einen verspäteten April-Scherz denken“, so Gordon Engler, „aber unmöglich scheint heutzutage ja nichts mehr zu sein. Die AfD-Fraktion ist jedenfalls um Aufklärung bemüht, ob es sich nur um einen schlechten Scherz handelt oder tatsächlich ein Zusammenhang mit der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung besteht.

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