Trojanisches Pferd als neues Kunstobjekt

11.04.2018

Es ist gut, wenn Kunstprojekte nicht immer nur aus derselben weltanschaulichen Richtung kommen“, kommentiert Gordon Engler, Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der AfD-Stadtratsfraktion, das Vorhaben der Gruppe „Kunst ist Frei“, vom 13. bis 16. April ein Trojanisches Pferd vor dem Kulturpalast aufzustellen.

Für die Initiatoren ist das fünf Meter hohe und eine halbe Tonne schwere Pferd ein „Sinnbild für Leichtgläubigkeit und die Verwehrung von demokratischer Mitbestimmung in existentiellen Fragen“. Mit der Aktion, an der auch der einstige PEGIDA-Mitbegründer René Jahn beteiligt ist, soll auf die Gefahren der unkontrollierten Einwanderung hingewiesen werden. „Kunst ist frei – mit dieser Bezeichnung haben die Initiatoren vollkommen Recht. Und ihr Trojanisches Pferd lässt Raum für Interpretationen“, sagt Gordon Engler. „So würdigt Eric Hattke, Vorsitzender des Vereins Atticus, diese Aktion mit einem vergifteten Lob, um direkt gegen die Initiatoren zu polemisieren. Dass die beabsichtigte Botschaft von Kunstwerken einfach umzudeuten ist, haben vor zwei Jahren die ‚Wölfe‘ auf dem Neumarkt gezeigt: wer durch das Rudel dieser ausgehungerten Wölfe schritt, den überkam der Eindruck, dieses Kunstwerk gibt zum Ausdruck, wie sich die Frauen der Kölner Silvesternacht in Anbetracht der um sich greifenden Meute von Sex-Gangstern gefühlt haben müssen.

Die AfD-Fraktion betont die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum: „Über das Aufstellen von Kunst im öffentlichen Raum sollte eine breitere demokratische Debatte geführt werden, leider wurde unser Antrag dazu im Stadtrat abgelehnt“, resümiert Gordon Engler. „Denn es bleibt, neben den öffentlichen Fragen nach Kosten und bestimmten Standorten, die Problematik, ob jedes Kunstprojekt auch wirklich Kunst ist, wenn sich dessen Bedeutung nicht aus dem Werk selbst erschließen lässt, oder doch nur ein Mittel zur linkspädagogischen Stimmungsmache darstellt. Darüber hinaus ist es ein erheblicher Unterschied, ob zehntausende Euro Steuergelder dafür aufgebracht werden oder eben nicht. Und schon allein deshalb ist das privat finanzierte Projekt Trojanisches Pferd eine positive Kunstaktion für Dresden!

 

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