E-Mobilität führt Nischendasein

14.09.2018

Dresden möchte Modellstadt für Elektromobilität werden – wie weit der Weg dahin noch ist, offenbart die Anfrage (AF2601/18) von AfD-Stadtrat Stefan Vogel: gerade einmal 0,96 Prozent aller in Dresden zugelassener Fahrzeuge bewegen sich mittels eines reinen Elektro- oder eines Hybrid-Antriebes fort.

Wie die Antwort des Oberbürgermeisters auf die Anfrage mitteilt, sind 362 reine Elektroautos in der Landeshauptstadt Dresden gemeldet, 248 davon sind gewerblich zugelassen. Weitere 1.908 PKW (davon 321 mit gewerblicher Zulassung) verfügen über eine Kombination aus Benzin- und Elektromotor sowie 96 (davon 45 mit gewerblicher Zulassung) über eine Kombination aus Diesel- und Elektromotor. Plugin-Hybrid-Fahrzeuge (mit extern aufladbarem Speicher sowie Benzin- oder Dieselmotor) gibt es insgesamt 261, von denen viele (170) gewerblich zugelassen sind.

Die Landeshauptstadt Dresden und dessen Einrichtungen bzw. Eigenbetriebe verfügen insgesamt über 25 PKW mit verschiedenen elektrischen Antriebssystemen.

2.627 PKW mit E-Antrieb sind ein verschwindend geringer Anteil bei insgesamt 284.106 zugelassenen Fahrzeugen in Dresden“, zieht Stefan Vogel kritisch Bilanz, „Die Elektro-Mobilität führt ein Nischendasein. Ob die zusätzlichen 155 Ladepunkte, die bis Ende 2020 errichtet werden sollen, der Nutzung von E-Fahrzeugen Auftrieb geben wird, bleibt abzuwarten.“ Und so stellt Stadtrat Stefan Vogel bei seinen Besuchen in Dresdner Autohäusern nicht nur nebenbei fest, dass auf seine Anfrage, welches Auto denn für ihn künftig das geeignetste sei, es immer nur eine Antwort gäbe: einen Diesel.

Der Anteil der E-Motorräder bzw. -roller an allen in der Landeshauptstadt Dresden gemeldeten Krafträdern beträgt 0,31 Prozent, so die Antwort des Oberbürgermeisters des Weiteren.

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