Künstler-Kollektiv „Armada of Arts“ steckt hinter „Yenidze wird zur Moschee“-Aktion

20.05.2019

Ein Kollektiv von Künstlern aus Dresden und Berlin namens „Armada of Arts“ zeichnet sich für das Plakat „Dresden neue Heimat für Muslime attraktiver machen –Yenidze wird zur Moschee“ verantwortlich. Auf die Anfrage (AF3057/19) von Stadtrat Gordon Engler teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert nun mit: „Der Aufsteller und die darin enthaltene Forderung sind Teil einer Theater- und Performanceaktion im öffentlichen Raum […]. Disruptive Interventionen im öffentlichen Raum sind ein bewusstes künstlerisches Mittel des Projektes. Zuspitzung ist künstlerisches Mittel zum höheren Rezeptionszweck.“

Solche Form von Kunst lehnt die AfD-Fraktion ab. „Hier wird Provokation als Selbstzweck gefeiert. Es überrascht daher auch nicht, dass Armada of Arts mit dem Europäischen Zentrum der Künste HELLERAU kooperiert und u.a. Unterstützung vom Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 sowie vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden erhält“, kritisiert Gordon Engler. „Wenn so etwas als Kunst gilt, dann ist auch PEGIDA auf Grund der Performance, disruptiven Intervention im öffentlichen Raum sowie Zuspitzung eine hohe und förderungswürdige Form der Kunst.

Schließlich betonte Oberbürgermeister Hilbert in der beantworteten Anfrage: „Eine offene Gesellschaft, eine liberale wie lebhafte und auch wehrhafte Demokratie lebt von Jenen Künstler*innen und Aktivist*innen, die Politik und Gesellschaft den Spiegel vor Augen halten.“

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