Knapp 60% der Flüchtlingskinder sind in Dresden geboren

21.05.2019

Interessante Informationen lieferte die Antwort des Oberbürgermeisters auf die Nachfrage (AF3074/19) der AfD-Fraktion zu den aktuellen Asyl-Zahlen:

So stammen die 148 unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (uaM) in Dresden aus den Herkunftsländern Afghanistan, Äthiopien, Eritrea, Gambia, Guinea, Irak, Iran, Liberia, Libyen, Marokko, Nigeria, Pakistan, Sierra Leone, Somalia, Syrien und der Türkei. Von den 148 uaMs waren jedoch nur sieben weiblich.

Der Großteil der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen ist zwischen 15 und 17 Jahre alt (59 Personen), der oder die jüngste unbegleitete ausländische Minderjährige ist 6 Jahre alt. 44 unbegleitete ausländische Minderjährige sind 18 Jahre alt, 31 sind 19 Jahre und zwei sind 20 Jahre alt. Auch diese „jungen Volljährigen“ erhalten Leistungen der Jugendhilfe. Als „Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung“ (nach § 41 SGB VIII) erbringt die Landeshauptstadt Dresden Leistungen wie einen Erziehungsbeistand und Betreuungshelfer sowie Heimerziehung oder eine sonstige betreute Wohnform.

Auf die Frage, wie viele der jungen Volljährigen vollziehbar ausreisepflichtig sind, wurde lediglich auf die Beantwortung der vorausgehenden Anfrage (AF3038/19) verwiesen. Dazu kommentiert AfD-Stadtrat Gordon Engler: „Keine Antwort ist auch eine Antwort. Wir wissen zwar nicht, wie viele der jungen Volljährigen uaMs vollziehbar ausreisepflichtig sind, aber wir wissen immerhin, dass in Dresden 49 Personen zwischen 18 und 20 vollziehbar ausreisepflichtig sind sowie weitere 625 Personen zwischen 21 und 30 Jahren.

Auf die Frage, wie viele der 586 Kinder mit Flüchtlingsstatus unter vier Jahren in Dresden geboren wurden, teilte der Oberbürgermeister mit, dass davon 350 in Dresden geboren wurden. „Also erblickten knapp 60% der Flüchtlingskinder das Licht der Welt in Dresden“, so Gordon Engler. Und während seit 2015 in Dresden acht Ehen zwischen Flüchtlingen geschlossen wurden, heirateten 25 Flüchtlinge einen deutschen Staatsangehörigen.

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