Offenbarungseid bei der Wahlkreisgestaltung

21.09.2018

Elf statt zwölf Wahlkreise – so beschließt es die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit. „Die nun beschlossene Bildung von Wahlkreisen zur kommenden Kommunalwahl am 26. Mai 2019 erfolgte gewiss nicht ohne Hintergedanken“, kommentiert AfD-Fraktionsvorsitzender Gordon Engler die Entscheidung.

Besonders kritisiert wird seitens der AfD-Fraktion die Bildung eines sehr großen Wahlkreises (Wahlkreis 4), der sich über den Stadtbezirk Klotzsche, die Ortschaften Weixdorf und Langebrück, die Dresdner Heide bis hin zu den Ortschaften Schönborn und Schönfeld-Schullwitz, dem äußerstem Südorsten Dresdens, erstrecken soll. „Solch ein großer Wahlkreis ohne geographischen Bezug – Schönfeld, Weißig oder Schullwitz orientieren sich eher nach Bühlau/Loschwitz – widerspricht guten demokratischen Gepflogenheiten“, urteilt Gordon Engler. „Zwölf Wahlkreise hätten mehr Bürgernähe ermöglicht.

Den Grund für den neuen Wahlkreiszuschnitt sieht die AfD-Fraktion beim nachlassenden Mobilisierungspotential der linken Parteien. „Die AfD befindet sich im Aufwind und wird 2019 nach der Kommunalwahl wesentlich stärker im Stadtrat vertreten sein“, so Fraktionsvorsitzender Gordon Engler selbstbewusst.

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