Unterkunftskosten bei Flüchtlingen über 25% höher

22.05.2019

Die Landeshauptstadt Dresden rechnet für das Jahr 2019 mit durchschnittlichen monatlichen Kosten der Unterkunft (KdU) für Bedarfsgemeinschaften (BG) im Kontext Flucht und Asyl in Höhe von 426 Euro. Für Bedarfsgemeinschaften außerhalb des Kontextes Flucht und Asyl („Hartz IV“) werden monatliche Unterkunftskosten in Höhe von 339 Euro zugrunde gelegt (vgl. S. 49, Band 2 des Haushaltsplanes 2019/2020 der Landeshauptstadt Dresden). Dabei geht die Landeshauptstadt Dresden davon aus, dass es 22.337 Bedarfsgemeinschaften außerhalb des Kontextes Flucht und Asyl sowie 3.884 Bedarfsgemeinschaften im Kontext Flucht und Asyl im Jahr 2019 geben wird.

Während für 2020 mit einer Abnahme der Bedarfsgemeinschaften außerhalb des Kontextes Flucht und Asyl auf 21.893 (minus 2%) gerechnet wird, wird die Zahl der 3.884 Bedarfsgemeinschaften im Kontext Flucht und Asyl auf 4.145 (plus 6,7%) steigen. Ebenfalls steigen 2020 die durchschnittlichen Kosten der Unterkunft: für Bedarfsgemeinschaften außerhalb des Kontextes Flucht und Asyl auf 349 Euro (plus 2,9%), für Bedarfsgemeinschaften im Kontext Flucht und Asyl auf 447 Euro (plus 4,9%).

Bei den Kosten der Unterkunft rechnet die Landeshauptstadt Dresden mit zweierlei Maß – die Unterkunftskosten bei Flüchtlingen sind über 25% höher“, kritisiert AfD-Stadtrat Gordon Engler. „Würden die Kosten für alle Bedarfsgemeinschaften gleich sein, ließen sich alleine 2019 über 4 Millionen Euro einsparen, im Jahr 2020 sogar fast 5 Millionen Euro. Wesentlicher Grund für die unterschiedlichen Kostensätze ist die seit 2015 erfolgte dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. Das hat die AfD-Fraktion von Anfang an kritisiert. Während für den chronisch unterfinanzierten Dresdner Sport mit Ach und Krach 3 Millionen Euro zusammengekratzt werden konnten, wird bei der Flüchtlingsunterbringung zu wenig auf die Kosten geachtet. Das ist ein eklatantes Missverhältnis.

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