Denunziation als Genesungskur?

27.07.2017

Das Agieren des krankgeschriebenen Rathausmitarbeiters Matthias S. offenbart politischen Ungeist. Er nutzt seine Genesungszeit, um regelmäßig an Gegenprotesten zur montäglichen PEGIDA-Demonstration teilzunehmen. Dort fotografierte er Teilnehmer der PEGIDA und stellte ihre Fotos ins Internet. Die von S. betriebenen „Foto-Recherche“ ist keine Kunstfreiheit, sondern Denunziation. „Das ungefragte Veröffentlichen von Personen durch S. auf einem Flickr-Account dient weder einer seriösen journalistischen Arbeit, noch einem vermeintlichen Kunstprojekt“, urteilt AfD-Stadtrat Jörg Urban MdL.

„Wer solche Praktiken anwendet, betreibt selbst Verleumdung und Rufmord. Oder einfacher: er denunziert“, so Jörg Urban. „Ein solcher Denunziant muss es sich dann auch gefallen lassen, wenn andere – wie Frau Lässig – dieselben Methoden anwenden und kritische Fragen stellen. Schließlich dient die Krankschreibung als Erholungszeit, und die Teilnahme mit Krücken an Anti-PEGIDA-Protesten oder anderen Demonstrationen dürfte keine Erholung sein, die die Genesung fördert.“

Aus diesem Grund richtet Jörg Urban eine Anfrage an den Oberbürgermeister, ob die Verwaltung der Landeshauptstadt Dresden arbeitsrechtliche Maßnahmen ergreift, wenn ein arbeitsunfähiger Mitarbeiter das gebotene Maß an Schonung und Regeneration überschreitet. Außerdem möchte Jörg Urban wissen, ob in Zukunft andere krankgeschriebene Mitarbeiter dieselbe arbeitsrechtliche Behandlung wie Matthias S. erwarten dürfen, wenn sie an der PEGIDA-Demo zum Zwecke der Therapie und Genesung teilnehmen.

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