Altmarkt-Denkmal für den 13. Februar

30.05.2017

Eine schriftliche Anfrage an den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat ergeben, dass die Stadt bisher keine Kenntnis von der Beschädigung des Denkmals für den 13. Februar am Altmarkt hatte, obwohl die Inschrift schon vor vielen Wochen mit blauer Farbe beschmiert wurde. Gordon Engler, kulturpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, erklärt dazu:

„Es ist beschämend, dass das Denkmal für den 13. Februar 1945 auf dem Altmarkt ein Opfer des Vandalismus geworden ist. Traurig ist aber auch, dass die Stadt Dresden sich nur ungenügend um den Schutz dieses Denkmals bemüht, was offensichtlich auf ein gewisses Desinteresse schließen lässt. Immerhin ist das Denkmal auf dem Altmarkt äußerst zentral gelegen. Da hätte die mutwillige Beschädigung schon früher auffallen müssen.

Oberbürgermeister Hilbert führt dazu in seiner Antwort auf die AfD-Anfrage aus: ‚Die Beschmierung der im historischen Pflaster des Altmarkte verankerten Gedenkinschrift [war] dem Amt für Kultur und Denkmalschutz im Kontext vorliegender Stadtratsanfrage bekannt geworden, was sich durch anschließende Inaugenscheinnahme leider bestätigte.‘

Ein würdiges Denkmal für die Zerstörung Dresdens am Ende des Zweiten Weltkrieges – wie es die Alternative für Deutschland vehement einfordert – fehlt bislang in der Dresdner Erinnerungskultur. Das Mal für die auf dem Altmarkt verbrannten Opfer des alliierten Bombenangriffs ist dafür kein Ersatz. Während der verschiedenen Märkte auf dem Altmarkt teilweise zugebaut oder als Müllplatz zweckentfremdet, wird das Altmarkt-Denkmal von der Stadt nur stiefmütterlich behandelt. Der aktuelle Vandalismus sollte daher zum Anlass genommen werden, endlich ein würdiges Denkmal für den 13. Februar in Angriff zu nehmen.“

Zurück