Pietätlose und falsche Akzente setzende Politik des Oberbürgermeisters

31.01.2017

Anstatt sich endlich für ein angemessenes und würdiges Denkmal auf dem Altmarkt zum Gedenken an die schlimmsten Tage in der Geschichte Dresdens – den 13. und 14. Februar 1945 – einzusetzen, protegiert OB Hilbert sehr eigenwillige und für alle ehrlich trauernden Dresdner abschreckende und verwirrende Kunstprojekte“, stellt Stefan Vogel, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden fest.

Sowohl das „Monument“ am Neumarkt im Rahmen des Kunstfestivals „Am Fluss“, die am 6.Februar durch Oberbürgermeister Hilbert feierlich eröffnet werden soll, als auch der Theaterplatz, der vom 10. bis zum 14. Februar zum „künstlerischen“ Gräberfeld werden soll, provozieren und beleidigen alle Dresdner und die vom Ende des 2. Weltkrieges in Dresden Betroffenen, die still und leise trauern, abends andächtig den Glocken der Stadt zuhören und mindestens eine Kerze in ihre Fenster stellen. Auch unsere Gäste und Touristen werden fassungslos und verschreckend diese Aktionen sehen und erleben und sich fragen, was hier in Dresden so alles passiert. „Keine andere Stadt ruiniert ihren weltweit guten Ruf so wie Dresden“, ist sich Stefan Vogel sicher.

AfD-Stadtratskollege Jörg Urban ergänzt: „Es ist sicher kein Zufall, dass diese ‚Kunstaktionen‘ just zu jenem Datum stattfinden, an dem die Dresdner traditionell der Toten der Luftangriffe gedenken. Das Ziel ist klar: den Dresdnern soll – zumindest in der Innenstadt – ihre Gedenkkultur genommen und durch beliebiges anderes Gedenken ersetzt werden. Der Jahrestag der Bombardierung Dresdens wird als Kulisse für politische Umerziehung genutzt. Das ist infam. Der Missbrauch des 13. Februar für politische Selbstinszenierungen ist eine Schande!

Beim letzten Luftangriff auf Dresden am 17. April 1945 wurde auch Stefan Vogels Mutter total ausgebombt und anschließend von Tieffliegern beschossen. Sie feiert – so Gott will – Ende April 2017 ihren 88. Geburtstag. „Auch in ihrem Namen und Sinne steht diese Pressemitteilung, und wir beide fragen uns allen Ernstes, was man zukünftig in Dresden noch für pietätlose ‚Kunstaktionen‘ erleben und ertragen muss“, stellt Stefan Vogel verärgert fest.

„Wie geschmackvoll oder geschmacklos diese sicherlich provokante ‚Kunstaktion‘ auch werden mag. Nach den Wölfen auf dem Neumarkt im vergangenen Jahr wird das Gräberfeld zum neuerlichen Mittel einer bestimmten politischen Erziehung. Gewiss sind die Toten, die Ertrunkenen auf dem Weg ihrer irregulären Einwanderung nach Europa eine menschliche Tragödie. Die Konsequenz kann jedoch nicht sein, jene Auswanderer quasi mit Kreuzfahrtschiffen von der afrikanischen Küste abzuholen. Sondern, es muss den Auswanderungswilligen bewusst gemacht werden, dass ihre Reise nach Europa keine Aussicht auf Erfolg hat. Dass sie konsequent zurückgebracht werden. Dann werden auch die traurigen Szenen aufhören“, ist sich Gordon Engler, Sprecher der AfD-Fraktion für Kultur und Tourismus, sicher.

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