Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Stadträte,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

dass das 2,2 km lange Teilstück der Stauffenbergallee ausgebaut werden muss, darüber besteht kein Zweifel. Der „Zustand der Verkehrsanlagen hat sich immer weiter verschlechtert und es besteht dringender Sanierungsbedarf“. So steht es in der Verwaltungsvorlage.

Heute geht es um die Frage, in welcher Ausführung der Ausbau geschehen soll. Der angesprochene Pflastertausch in Asphalt als kostengünstigste Variante steht außer Frage.

Doch auch der zwei-streifige Ausbau birgt ein großes Risiko. Dresden wächst in den nächsten Jahren und die Stauffenbergallee ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt. Die in Anlage 6 prognostizierte Verkehrsentwicklung wirkt in dieser Hinsicht unrealistisch. Die für 2025 angenommenen KFZ pro Tag liegen kaum höher als die für 2014 gemessene Ist-Belegung. Ich bezweifle, dass die Prognose die richtigen Annahmen zugrunde legt. Angesichts der geplanten Verkehrsführung der Bundestraße 6 und infolge des verbesserten Ausbaus bleiben bei einem nur zwei-streifigen Ausbau nur sehr geringe Reserven. Der vier-streifige Ausbau bis zur Rudolf-Leonhardt-Straße zeigt ja die Notwendigkeit zumindest für ein Teilstück. Die AfD-Fraktion spricht sich hier eindeutig für die vier-spurige Variante aus.

Die Variante vier-streifiger Ausbau lässt auch für den Rest der Stauffenbergallee ein großes verkehrliches Entwicklungspotential, auf das eine wachsende Stadt nicht verzichten sollte. Sowohl was die Verkehrsqualität als auch das Beheben der heutigen teilweisen Überlagerung der Verkehrsräume anbetrifft, schneidet der vier-streifige Ausbau besser ab. Im Falle von Beeinträchtigungen, z.B. Unfällen, Baumaßnahmen, etc. bietet diese Variante einfach mehr Sicherheit und Reserven, die die Stauffenbergallee als Hauptverkehrsstraße aus Sicht der AfD-Fraktion auch braucht.

Die Gegenargumente: mehr Parkmöglichkeiten, Rückgang der Versiegelung, etwas geringere Eingriffe in den Baumbestand und größere Neubepflanzung, nehmen sich gegenüber den Vorteilen recht bescheiden aus.

Auch der Vergleich der für die Landeshauptstadt Dresden durch den Ausbau anfallenden Kosten lässt die vier-streifige Variante positiv erscheinen. Die relativ geringen zusätzlichen Mittel sind aus unserer Sicht durchaus vertretbar.

Die AfD-Fraktion lehnt deshalb den zweispurigen Ausbau ab, und stimmt dem Änderungsantrag der CDU-Fraktion zu. Eine solch wichtige Hauptverkehrsader einer wachsenden Stadt darf nicht schon im Vorfeld abgeschnürt und zu klein geplant werden.

Vielen Dank!

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