Es ist ein Skandal von jahrzehntelanger Dauer: Am 26. Februar 2004 beschloss der Dresdner Stadtrat den grundhaften Ausbau des Langen Weges – vierspurig, mit separaten Rad- und Gehwegen, sichereren Knotenpunkten und Lärmschutz. Veranschlagte Kosten: 5,5 Millionen Euro.
22 Jahre später ist noch immer keine Umsetzung erfolgt. Stattdessen hat Baubürgermeister Stefan Kühn den Beschluss in der Beschlusskontrolle zum 31.01.2026 still und heimlich ad acta gelegt. Auf eine Anfrage von AfD-Stadtrat Marco Dittrich musste die Verwaltung jetzt einräumen, dass allein für zwei abgebrochene Vorplanungen 83.000 Euro Steuergelder ausgegeben wurden.
Radwege fehlen auf der gesamten Strecke weiterhin komplett, Gehwege sind teilweise gar nicht vorhanden. Bürger werden im Mischverkehr gefährdet. Der Abschlussbericht könnte sogar gerichtlich angreifbar sein, weil er sich über einen Stadtratsbeschluss hinweg setzt.
Der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Marco Dittrich ist empört:
„Die Verwaltungsspitze mit dem Beigeordneten Stefan Kühn hebelt systematisch die Beschlüsse des gewählten Stadtrates aus. Sie schiebt lieber neue Prestigeprojekte an, während alte Beschlüsse verrotten und die Verkehrssicherheit auf der Strecke leidet. Das muss ein Ende haben.“

