Für die kommende Saison erhöht die SG Dynamo Dresden die Ticketpreise. Ein Grund dafür: Laut Vereinsmitteilung hätten Gespräche mit „allen Fraktionen“ des Stadtrates gezeigt, dass der Betriebskostenzuschuss, der bereits im vergangenen Jahr abgesenkt wurde, im nächsten Doppelhaushalt nicht mehr gewährt werden soll.
Doch mit der größten Fraktion im Dresdner Stadtrat wurde hierzu nicht gesprochen. Dabei wird die AfD-Fraktion selbstverständlich einen entsprechenden Betriebskostenzuschuss in ihrem Haushaltsentwurf vorsehen. So ergibt sich somit womöglich ein Zerrbild, wie vermeintliche Mehrheiten aussehen. Dafür bezahlen am Ende die Fans.
Unser Mitglied im Sportausschuss, Marco Dittrich, bewertet das wie folgt:
„Dynamo Dresden ist der mitgliederstärkste Verein in den neuen Bundesländern. Mit über 120 Millionen Euro an jährlichen realökonomischen Effekten in der zweiten Bundesliga für die Stadt Dresden und die Region, hat der Verein eine wesentliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung für unsere Stadt.
Dass hier nun die vermeintlich haushaltstragenden Fraktionen von CDU/SPD/Grünen/Linken diesen Umstand verkennen und lieber andere Prioritäten setzen, zeigt, dass sie nicht mit Vernunft in die Zukunft schauen. Um ihre Ideologieprojekte zu fördern, wird mit Dynamo eine Institution mit Breitenwirkung vernachlässigt. Für uns ist klar: Dynamo darf die überhöhte Last aus alten Stadionverträgen nicht alleine tragen müssen.“

