2025 wurden der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 1.160 Personen im Kontext Flucht und Asyl durch die Landesdirektion Sachsen zugewiesen. Über die Hälfte (629 Personen) der Zugewiesenen sind zwischen 18 und 39 Jahre alt, knapp 21 Prozent (242 Personen) sind unter 18, rund 25 Prozent (289 Personen) waren 40 Jahre und älter. Von den Zugewiesenen kamen unter anderem 473 aus der Ukraine, 312 aus Venezuela, 69 aus Syrien, 56 aus Afghanistan und 51 aus der Russischen Föderation.
Für 2026 wird derzeit mit 700 Personen im Kontext Flucht & Asyl sowie 500 Schutzsuchende aus der Ukraine gerechnet, teilte die Landeshauptstadt Dresden auf die AfD-Anfrage (AF1285/26) hin mit.
Die sozialpolitische Sprecherin der AfD-Stadtratsfraktion, Daniela Walter, erklärt: „Die Zahlen zeigen, dass von einer vermeintlichen Trendwende keine Rede sein kann. Auch weiterhin verursacht die Asylpolitik enorm hohe Belastungen für die Landeshauptstadt Dresden. Dass die mit der Asylpolitik einhergehenden Kosten mitverantwortlich sind für die desolate Haushaltslage, ist eine Tatsache. Dresden wird auch weiterhin für die Fehlentscheidungen in Bund und Freistaat aufkommen müssen.“
Des Weiteren wurden zum Stichtag 31. März 2026 insgesamt 3.648 Personen im Kontext Flucht und Asyl durch das Sozialamt der Landehauptstadt Dresden untergebracht. 166 unbegleitete ausländische Minderjährige (UaM) lebten zum Stichtag 31. März 2026 in Dresden, ebenso 1.790 abgelehnte Asylbewerber. Die finanziellen Aufwendungen beliefen sich, allein auf die Hilfen für Asylbewerber bezogen, im Jahr 2025 auf 68,6 Mio. Euro (u.a. 26,7 Mio. Euro für Transferaufwendungen sowie 12,3 Mio. Euro für Mieten & Betriebskosten). Zudem wurden 2025 für die Unterbringung und Betreuung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger (uaM) insgesamt Mittel in Höhe von knapp 14,4 Mio. Euro aufgewendet.
1.816 Personen im Kontext Flucht und Asyl haben 2025 Dresden wieder verlassen. Derzeit sind 649 Personen im Fachverfahren mit dem Status „nach unbekannt abgängig“ verzeichnet. Die Rückkehrberatungsstelle der Landeshauptstadt Dresden hat 2025 insgesamt 164 Erstberatungen mit 253 beratenen Personen durchgeführt. In demselben Jahr sind 56 Personen freiwillig ausgereist und in ihr Herkunftsland zurückgekehrt.

