Die denkmalgeschützte Schwimmhalle in Dresden-Klotzsche aus dem Jahr 1935 weist einen deutlich fortgeschrittenen Alterungsprozess auf. Die Standsicherheit des Schwimmbeckens ist gefährdet, daher drohte ohne Gegenmaßnahmen spätestens ab dem 5. September 2026 die Sperrung.
Die Dresdner Bäder GmbH haben nun in Abstimmung mit dem beauftragten Statikbüro eine pragmatische und verantwortungsvolle Lösung erarbeitet: Mit zusätzlichen Notsicherungsmaßnahmen kann der Weiterbetrieb der Schwimmhalle bis zum 30. April 2027 gesichert werden. Damit bleiben die dringend benötigten Wasserflächen für den Schulsport, den Vereins- und Leistungssport sowie die Öffentlichkeit im Dresdner Norden wenigstens bis nächstes Jahr April erhalten. Ein kurzfristiger Ausfall wichtiger Schwimmkapazitäten wird so vermieden.
Gleichzeitig geht die Bäder GmbH mehrgleisig vor:
· Die Notsicherungsmaßnahmen sollen kurzfristig umgesetzt werden.
· Parallel wird das bestehende Sanierungskonzept auf Basis der aktuellen statischen Erkenntnisse und der materialtechnischen Untersuchungen überarbeitet.
· Der Fördermittelantrag im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurde in der ersten Auswahlrunde nicht berücksichtigt. Eine Chance besteht weiterhin im zweiten Förderaufruf, der sich ausdrücklich auf Schwimmbäder bezieht. Eine Entscheidung wird frühestens Ende des III. Quartals 2026 erwartet.
Unser Mitglied der AfD-Fraktion im Aufsichtsrat der Bäder GmbH, Marco Dittrich, ergänzt:
„Es ist gut und richtig, dass die Bäder GmbH mit den Notsicherungsmaßnahmen und dem parallelen Vorgehen eine pragmatische Übergangslösung gefunden hat. Diese Vorgehensweise unter der neuen Geschäftsführerin der Bäder GmbH zeigt Handlungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Das verdient Anerkennung.
Gleichzeitig muss man ehrlich sagen: Die Notsicherung ist eine Brücke – sowohl für die Sanierung als Überbrückung bis zu einem Ersatzneubau, aber auch für den Ersatzneubau selbst fehlen angesichts der Haushaltslage der Stadt weiter die finanziellen Mittel.
Kurzfristig kommt es deshalb entscheidend auf den zweiten Förderaufruf des Bundes an. Angesichts der leeren Stadtkasse wird Dresden den Ersatzneubau aus eigener Kraft absehbar nicht stemmen können – umso wichtiger ist es, dass sich auch unsere Dresdner Bundestagsabgeordneten auf Bundesebene für eine Berücksichtigung Dresdens im zweiten Förderaufruf einsetzen werden.“

