Alter Leipziger Bahnhof: Stadt zahlt 100.000 Euro, egal ob ihr das Grundstück gehört oder nicht

Gegen die Stimmen der Fraktionen AfD, Team Zastrow und CDU beschloss eine knappe Mehrheit der rot-grünen Fraktionen mit der Unterstützung von FDP und Oberbürgermeister eine Erweiterung des Nutzungskonzepts für den Alten Leipziger Bahnhofs.

Damit wendet die Stadt weitere 100.000 € für Planungen zu einem Grundstück auf, das ihr noch nicht gehört. Denn bis heute gibt es keine Perspektive für einen zeitnahen Erwerb der Fläche.

Die kulturpolitische Sprecherin Susanne Dagen äußert sich dazu wie folgt: „Wir verurteilen Antisemitismus in jedweder Form und Ausprägung. Der Alte Leipziger Bahnhof ist dahingehend ein geschichtsträchtiger Ort. Die AfD-Fraktion unterstützt darum das Vorhaben, diesen zu einer kulturellen Begegnungsstätte auszubauen, die Geschichte lebendig hält und Besuchern seine vielen historischen Facetten jüdischen Lebens in Dresden näherbringt. Gerade die hier erfolgten Deportationen Dresdner Juden stellen den Ort in einen wichtigen Kontext.
Die AfD-Fraktion steht deshalb zum bereits ausgearbeiteten Konzept. Weitere Planungsausgaben sind jedoch erst dann sinnvoll, wenn Klarheit bezüglich der Nutzbarkeit der sich in Privatbesitz befindlichen Flächen besteht.“

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